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Vielseitigkeitsprüfung (VPG)
Die Wiege der Hundesportvereine hat zu Beginn unseres Jahrhunderts im Polizeihundewesen gestanden. Von der reinen Zweckgebundenheit der Gründerzeit entwickelten sich die Aufgabenstellungen für Schutzhunde hin zum Schutzhundesport (SchH). Besonders im Training, bedingt durch neue, artgerechte Ausbildungsmethoden, bekam er eine sportliche Note. Da ist viel Bewegung und körperliche Einsatz gefordert, um dem Hund auch hier auf spielerische und konsequente Weise die möglichst korrekte Ausführung der in der VDH-Prüfungsordnung geforderten Übungsteile anzuerziehen.
Die Vorteile einer Ausbildung
- Der Hund wird Artgerecht erzogen und ausgebildet
- Der Hundehalter lernt den richtigen Umgang mit seinem Hund
- Hund und Hundehalter werden während der Ausbildung zu einem eingespielten Team und können deshalb in der Öffentlichkeit nur positiv auffallen
Die Abteilungen der Vielseitigkeitsprüfung
- "BH" (Begleithundprüfung)
- Abt. "A" (Fährtenarbeit)
- Abt. "B" (Unterordnung)
- Abt. "C" (Schutzdienst)
- Fährtenhundsport
Agility
Als Agility vor ca. 10 Jahren durch den DVG (Mitgliedsverband des dhv) in Deutschland offiziell eingeführt und umgesetzt wurde, haben nur wenige Hundesportfreunde die enorme Entwicklung dieser aus England kommenden Sportart vorausgesehen. Inzwischen wird Agility im gesamten dhv-Bereich angeboten und ist eine echte Alternative zur Vielseitigkeitsprüfung und Turnierhundsport. Auf unseren Hundeplätzen haben mit Agility auch die niederläufigen Hunderassen Einzug gehalten und damit auch die Chance, International an den Start zu gehen. Selbst einige Rassezuchtverbände für unsere typischen "Gebrauchshunde", die immer andere Hundesportarten abgelehnt haben und nur den Schutzhundsport kannten, haben die Zeichen der Zeit erkannt und vor einigen Jahren ebenfalls Agility in ihr Sportprogramm aufgenommen.
Agility ist eine Disziplin, die allen Hunden offen steht. Sie besteht darin, die Hunde verschiedene Hindernisse überwinden zu lassen, mit der Absicht, ihre Intelligenz und ihre Gewandtheit zu erproben. Es handelt sich um ein erzieherisches und sportliches Spiel, welches ihre gute Einfügung in die Gesellschaft begünstigt.
Diese Disziplin setzt eine gute Harmonie zwischen dem Hund und seinem Führer voraus und endet in perfektem Einvernehmen in ihrer Gruppe. Es ist also notwendig, dass die Teilnehmer die elementaren Grundlagen von Erziehung und Gehorsam besitzen.
Turnierhundsport (THS)
Es war schon eine Entscheidung von bahnbrechender Bedeutung für den deutschen Hundesport, als im Jahre 1972 der swhv die in ersten Schritte in Richtung Turnierhundesport vollzog. Eine Entscheidung von Weitsicht, von der man heute weiß, dass sie die Landschaft des damals eng begrenzten Hundesportes nachhaltig verändert und in der Programmvielfalt bereichert hat. Und sie trug in der Folge ganz wesentlich zur öffentlichen Anerkennung sowie zur Erlangung der Gemeinnützigkeit für den Hundesport bei. Von nun an war die Öffnung der Hundesportvereine für alle Hundehalter und für alle Hundearten möglich. Der Weg zum "Sport mit dem Hund" war eingeschlagen, ein Angebot an die hundehaltende Bevölkerung gemacht...weiter
Obedience
Obedience ist eine Prüfungsform im Hundesport, bei der ein Hund freudig mit seinem Teamgefährten Mensch verschiedene Übungen meistert und ein kontrolliertes Verhalten in unterschiedlichen Situationen zeigt. Eine weitere große Herausforderung ist die Distanzarbeit, bei der der Hund auch mit einem Abstand zum Hundeführer bereitwillig gehorcht.
Obedience-Prüfungen werden in den Leistungsstufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 durchgeführt. Die Durchführungen in den Klassen Beginner-Klasse, Klasse 1 und 2 werden durch die VDH-Obedience-Prüfungsordnung (VDH-OB PO) geregelt. Die Klasse 3 wird durch das FCI-Reglement vorgegeben und entspricht der FCI-Internationale-Obedience-Klasse. In dieser Klasse werden auch Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt.
In der Beginner-Klasse wird sehr auf die Wesensüberprüfung des Hundes wert gelegt. In den Leistungsklassen Obedience 1, 2 und 3, wird eine kontinuierlich ansteigende Leistungsanforderung und Weiterentwicklung der Übungen erkennbar.
| Beginner-Klasse enthält folgende Übungen: |
Die Klasse 1 enthält folgende Übungen: |
- Verhalten gegenüber anderen Hunden
- Stehen und Betasten
- Gebiss zeigen
- Ablage in der Gruppe
- Leinenführigkeit
- Freifolge
- Sitz aus der Bewegung
- Kommen auf Befehl
- Zurücksenden zum Platz
- Bringen
- Umgang Mensch-Hund
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- 1 Minuten sitzen mit Sichtkontakt
- 3 Minuten liegen mit Sichtkontakt
- Leinenführigkeit
- Freifolge
- Platz aus der Bewegung (Viereck 10 x 10 m)
- Kommen auf Befehl
- Zurücksenden zum Platz
- Sprung über die Hürde
- Bringen
- Kontrolle auf Distanz
- Umgang Mensch-Hund
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| Die Klasse 2 enthält folgende Übungen: |
Die Klasse 3 enthält folgende Übungen: |
- 2 Minuten sitzen mit Sichtkontakt
- 3 Minuten liegen ohne Sichtkontakt
- Freifolge
- Sitz, Platz aus der Bewegung
- Kommen mit Steh
- Voraussenden in ein Viereck mit Hinlegen
- Apport über die Hürde (Holzapport)
- Metallapport
- Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen
- Kontrolle auf Distanz
- Umgang Mensch-Hund
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- 2 Minuten sitzen
- 4 Minuten liegen
- Freifolge
- Stehen, Sitzen und Platz aus der Bewegung
- Abrufen mit Stehen und Platz
- Voraussenden in ein Viereck
- Bringen auf Anweisung
- Metallapport über die Hürde
- Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenständen
- Kontrolle auf Distanz
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Rettungshunde
Das Vertrauen zwischen Hundeführer und Hund ist die Grundlage der Rettungshunde-Ausbildung. Hundeführer und Hund bilden eine Einheit, das Rettungshund-Team. In Einsatzsituationen muß sich ein Rettungshund-Team ganz genau kennen. Allein die Stimme (oft über weite Entfernung) muß einem Hund Sicherheit geben. Erst durch jahrelange Beschäftigung mit dem Hund und durch das Zusammenlegen in der Familie kann dieses Vertrauen geschaffen werden.
Die Ausbildung von Rettungshunden geschieht in allen Sparten über die Motivation. Für die tolle Nasenarbeit wird das Tier durch Belohnung positiv bestätigt: Sei dies nun durch Leckerli (Trockenfutter, Wurst, Käse etc.) oder durch ein Spielzeug (hier ein Tennisball). Der motivierte Rettungshund kümmert sich wenig um die vielleicht sehr tragischen Ereignisse, die seinen Einsatz erforderlich gemacht haben. Er freut sich auf die Nasenarbeit sowie auf Spiel und Beute.
| Lawinensuchhunde: |
Trümmersuchhunde: |
| Nach einem Lawinenunglück sind häufig Menschen unter Schneemassen verschüttet. Hier ist ein schnelles Auffinden wegen der niedrigen Außentemperaturen von besonderer Wichtigkeit. Ein Lawinensuchhund zeigt seinem Hundeführer durch Bellen und intensives Scharren, wo ein Opfer verschüttet ist. |
Sind Personen unter Trümmern z.B. nach Gebäudeeinstürzen verschüttet, kommen diese Spezialisten zum Einsatz. Ein Trümmersuchhund lässt sich aufgrund seiner hochentwickelten Nase bei der Sucharbeit weder von den verschiedensten Gerüchen, Rauch und Lärm noch durch Geräte der Rettungsmannschaften ablenken. |
| Flächensuchhunde: |
Wassersuchhunde: |
| Werden Personen in unwegsamem und unübersichtlichem Gelände vermisst, zeigt sich besonders die Überlegenheit der Hunde, die wegen ihrer guten Nase diese Personen schon auf große Entfernungen riechen können. |
Auch diese Spezialisten sind in der Lage, aufgrund ihrer hervorragenden Nase Menschen durch das Wasser zu riechen. Hierbei begleiten sie ihren Hundeführer im Boot. |

Gesundheit und Sport
Bei jeder Sportart mit Hund sollte die Gesundheit des Hundes immer im Vordergrund stehen.
10 goldene Regeln für´s Training
1.) Ein voller Magen trainiert nicht gerne. Lasse deinen Hund mindestens 3 Stunden vor dem Training die letzte Mahlzeit zu sich nehmen.Sonst drohen Erbrechen, Magenschmerzen und im schlimmsten Fall eine Magendrehung
2.) Passe die Anforderungen deines Hundes dem Alter, dem Talent, den Fähigkeiten und dem Körperbau an. Nicht jeder Hund ist für jede Sportart die dir gefällt auch geeignet
3.) Steigere die Anforderungen an deinem Hund langsam. Welpen und Senioren-Hunde werden sonst schnell überfordert.
4.) Bevor man aber intensiv in den Hundesport einsteigen möchte, steht ein Check beim Tierarzt an. Dieser gilt besonders für Sportarten, wo der Hund viel springen muß. Sinnvoll ist es, den Hund auf HD, ED und Herz/Kreislauf untersuchen zu lassen. Auch Sprunggelenke, Bänder und Sehnen sollte sich der Tierarzt ansehen. Eine gründliche Voruntersuchung beim Tierarzt kann einem eine Menge Ärger ersparen und dient einzig und allein dem Wohl des Hundes.
5.) Wärme dich und deinen Hund immer gut vor dem Training auf, um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten.
6.) Trainiere nicht in der prallen Sonne - vor allem nicht in der MIttagshitze (Gefahr eines Hitzschlages). Wenn es zeitlich nicht anders geht, suche für das Training einen Schattenplatz.
7.) Sorge vor dem Training dafür, dass dein Hund sich lösen kann. Ein Hund, der vor dem Training nicht zur Toilette gehen konnte, wird unaufmerksam und nervös.
8.) Sorge während des Trainings für ausreichende Pausen, damit der Hund sich kurz erholen kann und sich nicht überfordert. Lieber 2-3 kürzere Einheiten trainieren als 1x lange. Reiche ihm nach dem Training ausreichend Wasser, aber nicht zuviel aufeinmal und nicht zu kalt.
9.) Spare beim Training nicht mit Lob. Eine gut gemeisterte Aufgabe, die belohnt wird, motiviert den Hund und er wird weiter freudig mit dir arbeiten. Kleine Leckerlis oder Spielzeug eignen sich hervorragend für die Bestätigung.
10.) Denke immer daran: DEIN HUND IST KEIN ARBEITSGERÄT!
Es gibt noch etliche andere Sportarten, doch kann ich mich mit diesen nicht befreunden und identifizieren, deshalb führe ich sie hier nicht auf.

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