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TURNIERHUNDESPORT
Für jeden etwas...

Was ist Turnierhundesport (THS), was macht die Faszination dieser Sportart aus, wie ist seine Wertestellung in einer sich immer mehr diversifizierenden und internationalisierenden Hundesportszene?

Max Sutter, heute dhv-Ehrenvorsitzender, gab die ersten Denkanstöße für eine neu zu schaffende Sportart, die für alle Hundehalter und für alle Hunde, große und kleine, Rasse- und Mischlingshunde, machbar war. Ihm war die damalige all zu provinzielle Welt des Hundesports einfach zu klein, zu wenig zukunftsfähig. Für die Entwicklung und die Praxisumsetzung brauchte er aufgeschlossene Partner. Und die fand er im HSV Mühlacker. Und in Hans und Rudolf Heidinger zwei kreative Praktiker an der Vereinsspitze (mit visionärem Blick für das Machbare schufen sie sämtliche, heute im THS-Programm angebotenen sportmotorischen Aufgabenstellungen). Gemeinsam und entschlossen ging es an die Veränderung eines sehr starr angelegten Sportgefüges.

Alleinstellungsmerkmale, das Kapital des THS

Die für die Entwicklung des THS wichtigen Alleinstellungsmerkmale werden in der neuesten Turnier-Ordnung (TO) des VDH mit der heute zur Verfügung stehenden Palette an Wettbewerbsformen plastisch herausgestellt. Diese Alleinstellungsmerkmale tragen zweifellos dazu bei, dass sich der THS durch sinnvolle Fortentwicklungen zu einem "nicht tot zu kriegenden Selbstläufer" entwickelte – die Aufmerksamkeit des VDH konzentriert sich fast ausschließlich auf die international agierenden Sportarten mit Rassehunden – der in den Hundesportvereinen flächendeckende Einführung fand. Folgende Alleinstellungsmerkmale prägen den THS-Sport:

- Mensch und Hund bringen sich in den THS-Wettbewerbsformen zu gleichen Teilen in das Ergebnis ein.

Und so spielt die Art des Hundes nicht die alles entscheidende Rolle, wie dies bei anderen Hundesportarten Fakt ist. Hier haben bekanntlich nur einige wenige Hunderassen das Potenzial für Seriensiege.Das Bild im Training und bei Wettkämpfen ist von der Hundeseite her unwahrscheinlich bunt. Auch die Zahl der in den Sportbetrieb integrierten Mischlingshunde ist im THS groß und erreicht weite Hundehalterkreise. Dass alle Altersschichten eine auf sie zugeschnittene Plattform für den Sport mit dem Hund finden und das Bild vom THS zeichnen, ist von der Konzeption des THS her so gewollt. Dies kommt besonders bei den Meisterschaften mit den Hunderten von Teams bildhaft zum Ausdruck.

 

In keiner anderen Hundesportart ist der Jugendanteil so groß wie im THS.Während Schutzhunde-Prüfungen, Agility oder Obedience nur für einen sehr geringen Anteil an Kindern und Jugendlichen machbar ist, stehen im THS mit seinen Hindernislauf-Turnieren und dem "Shorty" Einsteiger-Wettkämpfe zur Verfügung, die durch ihren auf Machbarkeit und Erfolgserlebnis angelegten Zuschnitt besonders den Anfängern Mut machen für weitere Aktivitäten in den anspruchsvolleren THS-Disziplinen.

 

 

THS bietet für jeden etwas zum Mittun

Was sind nun die attraktiven Angebote des THS an die Hundehalter? Die nachfolgende Auflistung soll einen kurzen Überblick verschaffen, wie vielfältig die heutige Aufgabenfülle des THS ist.

Hindernislauf-Turniere (erstes Turnier 1972):
Der Einsteiger-Wettkampf schlechthin, verschafft rasche Erfolgserlebnisse. 75 Meter Turnierbahnlänge mit 8 Hindernissen bestückt, 2 Durchgänge pro Turnier. In die Wertung kommt die Zeit des zuletzt die Ziellinie überschreitenden Team-Partners; evtl. Hindernis-Fehler werden als Fehlersekunden der Laufzeit hinzugerechnet. Bedingt durch dieses Platzierungskriterium sind Disqualifikationen im THS (Ausnahme QSC) nicht üblich.

Vierkampf 1 (erster mehrteiliger Wettkampf 1974):
Der VK ist im THS die "Königsdisziplin" schlechthin. Diese vielseitig angelegte Wettkampfart stellt an das Team fortgeschrittene Ausbildungs-Ansprüche in punkto Kommunikationsfähigkeit, Führigkeit und Schnelligkeit. Um in die Stufe 2 aufzusteigen sind im Gehorsam hohe Anforderungen gestellt. Voll ausleben kann sich das Team in den Laufdisziplinen des VK, dem Hürden-, Slalom- und Hindernislauf.

Vierkampf 2 (VK-Aufstiegsstufe seit 2002):
Der VK 2 ist eine Fortentwicklung des seit 1982 eingeführten VK, der heute als Einsteigerstufe mit der Bezeichnung VK 1 ausgeübt wird. Mit der Einführung des VK 2 wurde dem Leistungsgedanken im THS und damit dem Wunsch der Top-Teams nach höheren sportlichen Anforderungen Rechnung getragen. Alle VK-2-Disziplinen sind mit dem frei laufenden Hund auszuführen. Zudem ist im Gehorsam eine Stehübung eingebaut. Bei der Disziplin "Hürdenlauf" sind sechs 40 cm hohe Hürden von Sportler/-in und Hund gemeinsam (im Parallellauf) zu überspringen.

CSC„ (Combinations Speed Cup), erstmals 1987:
Dieser attraktive Mannschaftswettkampf hat eine hohe Teilnehmerakzeptanz. Drei Mannschaftsmitglieder laufen in dem in drei Sektionen eingeteilten Parcours als Staffel. Die Anforderungen an die Teams bestehen aus Kombinationen von Laufelementen des VK. Der "CSC" wurde ursprünglich als Hallen-Wettbewerb konzipiert; er kann auch als Einzel- oder Familienwettbewerb ausgetragen werden.

"Shorty" (erstmals 1995):
Der "Shorty" ist ein Kurz-Bahn-„CSC„ für Zweier-Mannschaften (zwei Geräte-Sektionen). Schnelle Aktionen, sehr guter Unterhaltungswert.

shorty

 

 

Besonders im Jugendsport-Bereich ist dieser Shorty ein Renner.
Die Austragung ist auch auf kleinen Flächen möglich. Er wurde ursprünglich als Hallen-Wettkampf konzipiert.

 

 

"QSC"(Qualifikations Speed Cup), erstmals 1992:
Ein anspruchsvoller Wettkampf nach dem K.O.-System auf zwei baugleichen Parcours. Beim "QSC" ist durch den Kampf „Team gegen Team„ für „Action pur" gesorgt.

 

Geländelauf mit dem Hund (2.000/5.000 m), erstmals 1977:



Eine THS-Disziplin, die sich an den sportlich ambitionierten Hundefreund, der an der Bewegung in der freien Natur zusammen mit seinem Vierbeiner Freude hat, wendet.
Der Hund muss in Wettbewerben auf den Geländelaufstrecken, die in ihrem Profil strukturiert sein sollten, an der Leine geführt werden.

 

 

Geländelauf plus (2.000/5.000 m), Einführung 2002:
Nach kontrovers geführten Grundsatzdiskussionen "pro und kontra Bauchschnallung" wurde in der TO von 2002 der "Geländelauf plus"eingeführt. Er hat bislang nicht die erwartete Bedeutung erlangt.

(Quelle: Broschüre Hans Heidinger, "30 Jahre THS – Eine beispiellose Erfolgsgeschichte")

Neuerdings nehmen wir auch an den Übungsstunden vom Turnierhundesport teil. Das ist natürlich was für meine Kira, sie kann nicht oft genug dran kommen, um den Parcour abzulaufen. Tja, für mich ist das schon ein bisserl anstrengender, muss ja nebenher laufen und bei dem Tempo von meiner wilden Hummel............oh, oh....stöhn. Aber, es macht einen Riesenspass und anschliessend sind wir Beide stehend k.o.
Hier unsere 1. Übungsstunde (flash-film)



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September 2007