
Die Zucht von gescheckten Pferden ist kompliziert
und immer eine Glücksache: Man weiss nie mit Sicherheit, was
für ein Fohlen aus einer Paarung hervorgeht. Sicher ist nur,
dass Schecken immer schon als solche zur Welt kommen. Bei Tigerschecken
kann die Fleckenzeichnung allerdings erst später hervortreten.
Die weissen Flecken liegen immer auf rosaroter, also unpigmentierter
Haut, nicht auf dunkler, wie sie die Schimmel aufweisen. Schecken
mit viel Weiss am Kopf haben daher oft hellblaue Augen.
|
Die Schecken
hatten unter den Cowboys genauso ihre Liebhaber wie unter den Indianern.
Die bunten Pferde waren überall zu sehen bis 1940, da wurden
sie, aus unerklärlichen Gründen von der AQHA, von der Zucht
ausgeschlossen.
Erst 1961 wurde ein eigener Zuchtverband , die American Paint Quarter
Horse Association, gegründet und somit erlebten die Gescheckten
wieder einen Aufschwung. Heute sind rund 150 000 Paint Horses registriert,
und jedes jahr kommen rund 15 000 neue hinzu. |
| Overo,
fast einfarbig bis beinahe weiss |
Man
unterscheidet 2 Schecktypen,
den Overo und den Tobiano.
Overos haben typischerweise viel bis sehr
viel Weiss am Kopf. Oft sind die Beine dunkel. Die weissen Flecken
am Körper gehen vom Bauch oder von den Seiten aus und kreuzen
nie die Rückenlinie.
Tobianos haben in der Regel wenig oder gar kein Weiss am
Kopf, dafür meistens 4 weisse Beine. Die weissen Flecken am
Körper gehen vom Rücken aus oder kreuzen mindestens die
Rückenlinie. Meistens sind die Konturen der Flecken klar begrenzt.
Da es bei Beiden viele Variationen gibt, kann man gelegentlich einen
Paint nach seiner Scheckung weder dem einen noch dem anderen zuordnen.
|
Tobiano,
ebenfalls fast einfarbig bis beinahe weiss
|